|
Sozopol
Das Hafenstädtchen Sozopol wurde im 7. Jh. v. Chr. auf den Mauern einer thrakischen Siedlung unter dem Namen Apollonia aufgebaut. Auf Grund dessen findet im September zwei Wochen lang das
Apollonia-Festival statt, bei dem sich Künstler aus dem ganzen Land versammeln. Die günstige Lage am Meer bescherte der Stadt beträchtlichen Wohlstand, es soll sogar eine 13 m hohe bronzene Apollo-Statue
errichtet worden sein, die später nach Rom transportiert wurde. Han Krum hat die Stadt 814 in das bulgarische Reich aufgenommen. Im 5. Jh. bekam die Stadt den Namen Sozopol (griechisch: Stadt der
Rettung).Unter den Osmanen verkam Sozopol zu einem unbedeutenden Fischerort. Erst in der Wiedergeburtszeit blühte die Stadt wieder auf und zieht heutezutage zahlreiche Touristen sowie die Marinesoldaten
der in Griechenland stationierten 6. ametikanischen Flotte. Heute zählt Sozopol ca. 4.000 Einwohner und ist auf Grund der Nähe zu Burgas (33 km) besonders beliebt.
Das Archäologische Museum bietet den Interessierten einige Funde aus der thrakischen Zeit und beherbergt eine sehenswerte Sammlung griechischer Vasen. Die Kirche “Sveta Bogorodiza” (Die
Heilige Mutter) ist mit schönen Ikonen und Schnitzereien am Ikonostase und an der Kanzel geschmückt. Ein Spaziergang durch die engen und mit Stein gepflasterten Straßen der Stadt überrascht die Besucher
mit Häusern aus dem 19. Jh. Sie sind mit ihren hölzernen Stockwerke typische Beispiele für die Häuser entlang der Schwarzmeerküste aus der Zeit der Wiedergeburt. Besonders interessant ist das Haus von
Duka Dukow im Zentrum von Sozopol sowie das Haus von Ana Trendafilowa, das die Architektur der Wiedergeburtszeit darstellt. Vom Felsenkap, auf dem sich die Altstadt befindet, kann man in nördlicher
Richtung die größte Insel an der bulgarischen Schwarzmeerküste “Sveti Ivan” sichtigen.
|