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Die Kirche
Die Trauung findet in der Kirche “Die Heilige Mutter” des Dorfes “Marica” statt. Sie wird nach dem orthodoxen Christenglaube gehalten. Nur wenige Deutsche wissen, wie die Trauung aussieht
und was sie beinhaltet. Die Symbolik ist für die Westeuropäier nicht immer eindeutig, da sich manche Zeichen von der katholischen oder evangelischen Kirche unterscheiden. Der Gesang des Popen hilft nicht
der Eindeutigkeit und wird oft auch von Bulgaren nicht verstanden, da er in Altbulgarisch ist.
Das Ritual beinhaltet das Niederlegen von Brautkränzen auf den Köpfen des Brautpaares und das dreifache Segen des Ehebundes seitens des Popen. Die kirchliche Trauung hat zwei Teile: Lehren
und Trauung. Das Lehren segnet das gemeinsame Einverständnis und Versprechen und die Trauung widmet sich den Ehebund. Die brennenden Kerzen in den Händen des Brautpaares sind Symbol für die Wichtigkeit
des Versprechens, die Brautkränze sind Ausdruck für die Höhe und die Wohltat des Rituals. Die Eheringe, die durch die runde Form keinen Anfang und kein Ende haben, sind Zeichen für die endlose
Gottesliebe. Das Trinken aus einem Glas symbolisiert, dass ab diesem Moment alle Freuden und Schmerzen geteilt werden und die gegenseitige Unterstützung ein Teil der Liebe ist. Das Kreisen in der Mitte
der Kirche zeigt die geistige Freude und wird als Beweis für die Einheit des Ehebundes und für die Ernsthaftigkeit der Versprechen, die vor dem Vertreter der Kirche gemacht wurden, angenommen.
Im Kommunismus wurde die kirchliche Trauung seitens der Partei nicht gut angesehen. Da die Bulgaren mit ihrer Religion tief verbunden sind, wurden meist die Verbote der Partei nicht beachtet
und die kirchliche Trauung heimlich durchgeführt. Auch heutzutage ist es für das bulgarische Brautpaar und natürlich für die Eltern wichtig, den Ehebund von der Kirche segnen zu lassen.
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