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Rila-Kloster
Das Rila-Kloster ist in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und zieht als die größte Sehenswürdigkeit Bulgariens zahlreiche Touristen an. Das Kloster befindet sich ungefähr 120
km von Sofia entfernt, mitten im Rila-Gebirge. Ein mächtiges, 24 m hohes Gemäuer schirmt das Kloster von der
Welt ab. Die Anlage bietet ein Bild der Schönheit, Ruhe und Harmonie.
Der Einsiedler Ivan Rilski gründete das Kloster im 10 Jh. Die Anlage wurde im Laufe der Zeit häufig zerstört oder verfiel und mußte zweimal ihren Standort wechseln. Der 1335 errichtete
Chreljo-Turm ist das älteste Gebäude, der zur Zeit restauriert wird. Der Rest der Anlage stammt aus dem 1816 begonnen Neubau, der erst 1870 abgeschlossen war. Trotz der vielen Überfällen und Plünderungen
ging die religiöse Bedeutung des Klosters nie verloren, so setzte sich seine Blüte auch unter osmanischer Herrschaft fort. Der östlichste Teil des Klosters stammt erst aus dem Jahr 1961. Die Anlage hat
einen Festungscharakter, der durch seine hohe Umfassungsmauer verstärkt wird. Von innen zeigen sich offene, mehrgeschossige Arkaden auf allen Seiten des unregelmäßigen, viereckigen Klosterhofes. Ein
farbenfrohes Bild entsteht durch die rot-weißen oder schwarz-weißen Bögen, Erker und Galerien. Im Mittelpunkt des Innenhofes steht eine dreischiffige Kreuzkuppelkirche. An ihr haben die bekanntesten
Meister der bulgarischen Architektur, Malerei und Holzschnitzerei aus der Zeit der nationalen Wiedergeburt, wie Sachari Sograf, Stanislav Dospevski und Dimiter Molerov, mitgewirkt. Die Kirche ist innen
und außen mit zahlreichen religiösen Szenen bemalt. Sehenswert sind die Fresken im Innenraum wie der vergoldete Ikonostas mit 36 Figuren.
In unterirdischen Gewölben, die frühren Wein- und Vorratskeller, befindet sich das Historische Museum. Da kann man das Original der Klosterküche von 1817 mit allen Geräten von damals
betrachten. Das Museum besitzt Manuskripte auf Pergament, Gold- und Silbergegenstände, Ikonen, Schmuck und Waffen. Hier befindet sich die Urkunde des letzten bulgarischen Zaren Ivan Schischmann aus dem
Jahr 1378. Sehenswert ist der Holzkreuz mit 140 biblischen Szenen und 1500 winzigen Menschenfiguren. Die Klosterbibliothek beinhaltet ca. 20.000 Bücher, Dokumenten und Manuskripte, welche die osmanische
Herrschaft überstanden haben.
Man hat die Möglichkeit, in einem Gästezimmer des Klosters zu übernachten. Um die 300 Mönchzellen und zahlreiche andere Räume unter verschiedenen Themen können besichtigt werden. Sie sind
nach den Traditionen der verschiedenen Regionen Bulgariens prachtvoll eingerichtet.
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